Stellen Sie sich vor:
Im Bewerbungsgespräch sitzt zwischen Ihnen und der Kandidatin eine Spanische Wand.
Sie sehen nichts.
Kein Gesicht, keine Kleidung, keine Körpersprache.
Vor Ihnen liegt ein reduzierter Lebenslauf:
Kein Alter, kein Foto, kaum Details.
Sie müssen fragen. Viel fragen.
Und plötzlich hören Sie anders zu.
Keine Ablenkung.
Keine vorschnellen Eindrücke.
Kein „passt mir auf Anhieb“ oder „irgendwie nicht mein Typ“.
Erst nach einer Stunde sehen Sie sich zum ersten Mal.
Und jetzt die entscheidende Frage:
Haben Sie gerade ein besseres Gespräch geführt?
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Auf diese Idee bin ich durch den Podcast „Unentdeckt“ gekommen.
Dort interviewt die Journalistin Sissy Hertneck Prominente, ohne sie zu sehen – sogar die Stimme wird verfremdet.
Das Ergebnis:
Andere Fragen.
Andere Antworten.
Mehr Tiefe.
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Im Recruiting reden wir oft über Objektivität.
Und doch entscheidet die Optik meist in Sekunden mit.
Ein Outfit.
Eine Frisur.
Ein erster Eindruck.
Alles menschlich – aber auch alles verzerrend.
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Was wäre, wenn wir Gespräche anders führen würden?
Erst Inhalt. Dann Eindruck.
Nicht als Ersatz.
Aber als zusätzlicher Schritt.
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Was denken Sie:
👉 Würde ein „blindes“ Bewerbungsgespräch zu besseren Entscheidungen führen – oder fehlt dann etwas Entscheidendes?
