Manchmal gibt es Zusammenhänge, von denen ein einfacher Mensch wie ich nichts ahnt. In Dänemark hat das Nationale Forskningscenter for Arbejdsmiljø (NFA) herausgefunden, dass Frauen bestimmter Berufsgruppen öfter vor dem Stichtag ihr Kind zur Welt bringen und andere Gruppen erkennbar seltener.

Die Studie hat sich über 600.000 schwangere Arbeitnehmerinnen im Zeitraum 2004 bis 2018 angeschaut. Als „zu früh“ gilt eine Entbindung vor Woche 37, als „sehr früh“ gilt eine Niederkunft vor Woche 32.

5,6 Prozent aller untersuchten Geburten bei Haushaltshilfen enden mit einer Frühgeburt, während dieser Anteil bei Frauen, die im Einzelhandel tätig sind, bei 5,4 Prozent liegt. Zum Vergleich: Der Durchschnitt aller untersuchten Berufsgruppen liegt bei 4,7 Prozent. Für die Forscherin beim NFA ein sehr markanter Unterschied.

Weshalb es gerade diese beiden Berufsgruppen trifft, hat man allerdings nicht herausfinden können. Und natürlich ist der Beruf nicht der einzige auslösende Faktor, auch BMI, Rauchen, Alter und Familienstand der Mutter spielen eine Rolle. Wenn man diese Faktoren beiseite lässt und sich nur auf den ausgeübten Beruf fokussiert, gebären 17 % der Haushaltshilfen und 8 % der Verkäuferinnen eher als der Durchschnitt.

Noch dramatischer ist eine andere Zahl: 24 % der Haushaltshilfen bringen ihre Kinder häufiger „sehr früh“ zur Welt als Frauen im Allgemeinen.

Und welche Berufsgruppen haben das geringste Risiko für eine Frühgeburt? Ärztinnen, Tierärztinnen und Zahnärztinnen, sie liegen 20 % unter dem Durchschnitt, Lehrerinnen 19 %. Sie müssen sich also viel weniger um eine vorzeitige Geburt sorgen.

Überraschende Zahlen gab es kürzlich auch für den Veranstalter des Good Vibes Only Festivals in Kopenhagen. Es sollte Europas größtes Festival für mentale Gesundheit werden, 80.000 Besucher waren geplant. Bands waren gebucht, Foodtrucks und Infostände aufgebaut, Diskussionsrunden vorbereitet. Alkoholfrei sollte es den einen Tag bleiben. Es bezahlten aber nur schätzungsweise 40 Gäste Eintritt, ein paar wenige hundert besaßen Freikarten, und der Inhaber einer Brauerei berichtete, er habe insgesamt 30 alkoholfreie Biere verkauft.